Idee: Leseförderung kann nicht die Schule alleine bieten. Lesen braucht für Kinder
das Vorbild der Eltern sowie deren aktive Beteiligung. Gespräche über Bücher
müssen auch am Esstisch oder im Kinderzimmer geführt werden.
Selbst lesebewusste Familien brauchen immer wieder neue Anstöße und Ideen, wie
das Lesen und Vorlesen in der Familie aktiv gehalten werden kann.
Bildungsferne Familien benötigen Hilfestellung bei der Auswahl von geeigneten
Büchern sowie Anregungen für die Beschäftigung mit diesen.

Konkret: Eine Schulklasse (Klasse 2, um die Leseanfänger zu motivieren und den
Eltern den Blick auf das Erstlesen ihrer Kinder zu erhalten) erhält ca. 5 Koffer, die
jeweils inhaltgleich gefüllt sind mit:

  • 10 Bücher: z.B. ein Kinderlexikon, eine Vorlesegeschichte,
  • 2-3 Titel in großem Druckbild für den eigenen Leseversuch,
  • 2-3 „coole“ Sachbücher,
  • 2-3 Bilderbücher

Die Koffer enthalten einen Brief für die Eltern sowie einen für die Kinder, außerdem
eine Liste des Inhalts. Wichtig ist, dass die Inhaltkontrolle selbstständig von den
Kindern erfolgen kann, um das Lehrerkollegium nicht mit aufwendiger Arbeitszeit
zusätzlich zu belasten.
Der Koffer sollte mit Rollen ausgestattet sein, damit die Kinder eigenverantwortlich
diesen auch nach Hause schaffen können!


Durchführung: Je nach Klassengröße und Anzahl der Koffer verbleiben diese ca.
3-8 Wochen in jeder Familie. Die Klassenlehrerin bestimmt, in welcher Reihenfolge
die Kinder die Koffer mitnehmen dürfen. Es sollte eine ausgewogenen Mischung
zwischen viel- und nicht-lesenden Familien sein. Die Übergabe erfolgt jeweils in der
Klasse, ggf. darf ein Kind kurz berichten, welches Buch besonders gut/gar nicht
gefallen hat; was es alles mit den Büchern „geschafft“ hat.